Informationen zur Liefersituation und Stahlpreisentwicklung

Die Preisentwicklung der Stahlprodukte in Europa hat auch vor dem österreichischen Stahlhandel nicht Halt gemacht. Stark betroffen davon sind der lagerhaltende Stahlhandel und die Stahl-Service-Center, welche als Bindeglied zwischen Stahlwerken und stahlverarbeitenden Betrieben fungieren. Nach Preisrückgängen im Zuge des ersten Lockdowns und kontinuierlichen Preissteigerungen bis Dezember 2020 wurden wir durch die Preisexplosion im 1. Quartal 2021 eiskalt erwischt.

Letzten Freitag gab es durch die Lieferwerke weitere Preiserhöhungen. ArcelorMittal hat bereits zum dritten Mal in diesem Monat weitere Preiserhöhungen angekündigt und spricht mittlerweile von Preisen über 900,-- Euro/to für Hot Rolled Coils, was zu weiteren Steigerungen bei Blechen, bei verzinkten und kaltgewalzten Blechen, sowie bei Rohren führen wird.

Die aktuelle Situation findet Ihre Begründung in:

  • Einer boomenden Konjunktur in China und den dortigen Maßnahmen wie Schrottexportverbot - China wurde vom Stahlexporteur zum Stahlimporteur.  
     
  • Einer sich relativ rasch erholenden Automobilbranche bei gleichzeitig zu geringen Kapazitäten der Stahlerzeugung in Europa.
     
  • EU-Schutzmaßnahmen für Stahlprodukte - insbesondere Quotenregelungen und Strafzölle - diese sollten über den 30. Juni 2021 hinaus verlängert werden. Hier kämpfen wir gemeinsam mit europäischen Händlern für eine Aufhebung bzw. Adaptierung der gesetzten Maßnahmen.  
     
  • Geringere Kapazitäten der europäischen Stahlindustrie durch abgestellte Hochöfen.
     
  • Extrem gestiegene Schrott- und Rohmaterialpreise.
     
  • Teilweise Versorgungsengpässe und längere Lieferzeiten bei bestimmten Produkten und Güten.
     
  • Fehlender Frachtraum und fehlende Frächter.


Die Preise sind in den letzten 6 Monaten teilweise um mehr als 80 % (bei bestimmten Produktgruppen um über 100 %) gestiegen, und nach Ankündigungen der produzierenden Werke sind weitere Preisanstiege beabsichtigt. Wie weit die Preise noch steigen können bzw.  werden, ist derzeit nicht absehbar und abschätzbar. Eine Verknappung bei bestimmten Produktgruppen ist feststellbar und wird sich noch weiter verschärfen. Beispielsweise betragen die Lieferzeiten für verzinkte Bleche aber auch Aluminium bereits bis zu sechs Monate. Am Beispiel Aluminium nehmen die Erzeuger derzeit keine Bestellungen vor Oktober 2021 an. Dies alles erschwert die gewohnte Versorgung mit Stahl- und NE-Produkten.

Seien Sie versichert, dass wir Alles unternehmen werden, um Ihnen eine Versorgung mit den Stahlprodukten zu gewährleisten. Wir sehen es aber auch als unsere Pflicht, Sie über die aktuelle Beschaffungssituation zu informieren. Gemeinsam werden wir diese sicherlich nicht einfache Zeit partnerschaftlich durchtauchen.

Für die bevorstehenden Osterfeiertage wünschen wir Ihnen Ruhe und Erholung. Bleiben Sie gesund, wir halten Sie am Laufenden - Glück Auf!

Mag. Norbert Thumfart      Otto Weyland jun.     Prok. Günther Berndl      Prok. Eder Manfred

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